Politik

Dr. phil. Claudia Simone Dorchain, M.A.

  Philosophische Praxis

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Was ist der Mensch?

Was können wir wissen?

Was dürfen wir glauben?

Worauf können wir hoffen?

Was sollen wir tun?

Kants Fragen leiten auch heute noch Ratsuchende in aller Welt, die durch Philosophie Lebensrat erfahrbar machen wollen. Philosophische Praxis ist ein kritisches rationales Geschehen. Auf der Basis der Philosophie werden Lebensfragen geklärt. Der sokratische Dialog eröffnet hierbei neue Horizonte des Denkens und Handelns.

Es ist längst Brauch, dass Unternehmen auf ihrer Website ihre “Philosophie” vorstellen - darunter versteht man Richtlinien und Werte, an denen sie sich orientieren.

Welche “Philosophie” hat aber eine philosophische Praxis? Die “Philosophie der Philosophie”?

 

Dorchain: “Wer Menschen berät, hat ein Menschenbild. Oft leider nur ein recht unreflektiertes. Da wird oft etwas übernommen, was in Lehrbüchern steht - ohne die kritische Gewissheit, dass das vermeintliche Wissen von heute der Irrtum von morgen ist und dass es schon immer so war. Philosophische Praxis ist jedoch anders, sie lehrt kritisches Denken - sie schärft das eigene Orientierungsvermögen. Statt den Klienten als einen defekten Apparat zu sehen, der funktionsfähig gemacht werden muss, gibt die Philosophie dem Klienten mit dem Eigengebrauch seiner Vernunft gleichsam sein eigenes Werkzeug zurück. In der Beratungslandschaft scheiden sich heute die Geister, das Vor-Aufgeklärte und das Aufgeklärte, Zwang und Freiheit. Das ist ein wichtiger Prozess. Philosophie ist auf der Seite der Freiheit, sie IST im Grunde Freiheit.”

Politik der philosophischen Beratung

Dorchain: “Wir leben in einer Zeit der Transparenz. Transparenz ist nicht nur ein Motto der Informationsgesellschaft, unseres Umgangs mit Daten, sondern Transparenz ist ein Wegbereiter dessen, was Kant als Aufklärung vordachte. Transparenz ist politisch, beschneidet das Machtmonopol Weniger, das stets auch ein Wissensmonopol war, und macht demokratische Teilhabe möglich, in einer viel umfassenderen Weise, als es den meisten bewusst ist. Wir müssen lernen, mit dieser neuen Macht, die Verantwortung erfordert, umzugehen; im Grund ist es eine fantastische Sache. Durch transparente Methoden und Inhalte wird sich die Gesellschaft als Ganzes, und auch die Beratungslandschaft verändern. Aufgeklärte Bürger wollen transparente Dienstleistungen, rationale Beratung, eine partnerschaftliche Begegnung. Sie wollen nicht “zugerichtet” werden, wie es leider oft eine der aus dem Defizienzgedanken schöpfende Methode ist, sondern selbstbestimmte Mit-Forscher und Mit-Erkenner am eigenen Leben werden.”

Philosophische Praxis als qualifizierte Lebenshilfe der Zukunft

Dorchain: “Der gottgleiche Berater, die keine Fragen beantwortet, der sich und seine Methoden in eine Wolke des Geheimnisses hüllt, die Vorstellung, wenn jemand nur dunkel redet, ließe sich dabei schon etwas denken, das ist passé. Eine Mehrheit in der Bevölkerung will weg von paternalistischen Beratern, die sie nur als ”Zuzurichtenden” sehen, als lehrbedürftige oder verbesserungsbedürftige Mängelwesen auf dem Weg zu einer vielleicht besseren Zukunft, sie will klare Erkenntnishilfe für ihre Entscheidungen. Menschen wollen heute den Eigengebrauch ihrer Vernunft schulen, an ihren Themen wachsen, ihre Würde bewahren. Zudem haben Viele ethische Fragen, die sie oberhalb von Esoterik, aber nicht konfessionell gelöst sehen wollen. Was Not tut, ist philosophische Beratung, gut ausgebildete Philosophen, die die Philosophie so weit durchdrungen haben, dass sie solchen Bürgern Lebensrat geben können. Philosophische Praxis ist hier eine Alternative, eine partnerschaftliche Beratung, die durch Denken - Freiheit ermöglicht.”

 

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